Auch bei Hunden gibt es Diabetes- Mellitus Erkrankung !


ACHTUNG !  - Lahmheitsbeobachtung bei euren Hunden

   MEIN HUND LAHMT...
 
                                                                                                         Pfoten hoch für Hunde - ÖKV
Urlaubszeit, Marley tobt über die Wiese und belastet plötzlich eine Extremität nicht mehr. Kein seltener Fall in der Tierarztpraxis. Lahmheit ist bei Hund und Katze ein häufiger Vorstellungsgrund. Die Ursachen sind extrem vielfältig. Als Tierärzte interessiert uns natürlich die genaue Diagnose, um dem Patienten optimal helfen zu können. Eine sorgfältige klinische und orthopädische Untersuchung ist daher unabdingbar, wobei manchmal auch mehrere Faktoren eine Rolle als Ursache der Lahmheit spielen können.
Eine Röntgenaufnahme ist dabei oft sehr hilfreich um auch sicher nichts zu übersehen. Als Ursachen einer plötzlichen Lahmheit können oft Insektenstiche, Bisse, Schnittverletzungen und Krallenverletzungen bei genauer Untersuchung festgestellt werden.
Auch eingetretene Fremdkörper wie zum Beispiel Dornen können Probleme bereiten. Besondere Vorsicht ist bei Grannen geboten. Diese kleinen Pflanzenteile haben Wiederhaken mit denen sie sich zwischen den Zehen einspießen können und dann die Pfote nach oben wandern.
In solchen Fällen reicht als Therapie meist eine örtliche Wundversorgung, gegebenenfalls mit Verband, aus. Wenn der Hund zuhause noch ein paar Tage geschont wird und der Besitzer die Wunde abbadet, ist er bald wieder ganz der Alte.. Damit dem nichts im Wege steht ist es besonders wichtig schlecken an der Wunde zu verhindern da es ansonsten zu ernsthaften Wundheilungsstörungen kommen kann welche die vollständige Genesung teils leider erheblich verzögern. Es gibt auch angeborene Ursachen für Lahmheit, wie z.B. die Patellaluxation (Kniescheibenausrenkung)oder Knorpelschäden in Ellbogen,-oder Schultergelenk. Dabei ist es sehr wichtig diese Knorpelschuppen frühzeitig zu entfernen, ,da ansonsten zu einem späteren Zeitpunkt meist schon deutliche Gelenksabnützungen (Arthrosen) zu sehen sind, die, falls akut entzündet für den Hund sehr schmerzhaft sein können und leider nur schlecht abheilen. Eine Lahmheitsursache die vor allem bei Junghunden größerer Rassen während der Wachstumsphase auftritt, ist die sogenannte Panostitis, eine Entzündung des Knochens. Dabei zeigen die Patienten Druckschmerz am betroffenen Knochen , teils ist auch Fieber zu beobachten. Körperliche Überlastung verschlimmert oft die Symptome dieser Erkrankung. Eine Röntgenuntersuchung kann hier sehr hilfreich sein um die Anzeichen dieses Problems zu erkennen. Entlastung bringen dann entzündungshemmende Medikamente und Schonung für mehrere Wochen. Patellaluxationen kommen hauptsächlich bei sehr kleinen Hunderassen vor. Die Hunde zeigen meist keine Schmerzen, entlasten aber beim Gehen und Laufen oft eine Hinterextremität für ein paar Schritte. Sollte ihnen dieses Anzeichen bei Ihrem Hund auffallen ist es wichtig, ihren Tierarzt so schnell wie möglich darauf hinzuweisen, da diese Erkrankung sehr gute Heilungsergebnisse zeigt wenn sie in den ersten Lebensjahren operiert wird. Leidet der Hund schon länger darunter sind auch die Abnützungserscheinungen deutlich schwerer als bei rechtzeitig operierten Tieren. Bei schwereren Unfällen kommt es leider oft zu Knochenbrüchen, welche man anhand von Röntgenbildern meist gut diagnostizieren kann. Anhand des Röntgenbildes kann man dann auch die weiteren Behandlungsmöglichkeiten abwägen und besprechen.
In leichten Fällen genügt oft Schonung und Ruhigstellung der betroffenen Gliedmaße mittels eines versteiften Verbandes für mehrere Wochen, in schwereren Fällen ist eine Operation notwendig. Dabei werden die Knochenfragmente mit Schrauben, Platten und Nägeln fixiert.
Zusätzlich zum Knochenbruch sind Hunde die einen Unfall hatten oft im Schock oder haben innere Verletzungen. In so einem Fall muss der Patient zuerst stabilisiert werden und kann erst nach einigen Tagen ärztlicher Intensivbehandlung in der Klinik operiert werden. Um eine optimale Heilung des Knochens zu ermöglich und die Zeit für Ihren Liebling möglichst angenehm zu gestalten ist eine optimale Schmerztherapie vor, während und nach der Operation notwendig. Außerdem muss der Hund eine Zeitlang geschont werden. Gute Zusammenarbeit zwischen Besitzer und Tierarzt sind in dieser Zeit besonders wichtig. Während der Operation ist eine wirkungsvolle aber zarte Narkose, in der unsere Patienten mit Infusionen, Wärme ,EKG und Sauerstoff unterstützt werden , selbstverständlich Standard. Die Epiduralanästhesie, besser bekannt als Kreuzstich ist dabei eine besonders schonende Art der Schmerzstillung der Hinterbeine während der Narkose, wodurch eine wesentlich zartere Allgemeinanästhesie ermöglicht wird. Für die vorderen Extremitäten steht die sogenannte Plexusanästhesie zur Verfügung:.eine Schmerzausschaltung der entsprechenden Nerven. Der Effekt ist dabei derselbe wie an den Hinterbeinen. Diese Techniken ermöglichen es uns trotz schonender Narkose eine optimale Schmerzausschaltung zu gewährleisten. Im Kniegelenk stellt der Kreuzbandriss eine häufige Lahmheitsursache dar. Oft reichen relativ kleine Spielunfälle oder das Ausrutschen auf glattem Boden bei Mensch und Hund aus um das bereits eingerissene Kreuzband vollständig zu durchtrennen. Die Folge ist eine schmerzhafte Instabilität des Kniegelenkes die in weiterer Folge zu einer raschen, nicht reversiblen Knorpelzerrstörung führt. Auch hier ist eine frühzeitige Operation nach dem Riss des Kreuzbandes der Schlüssel zum Erfolg um dem Hund Schmerzen zu ersparen und Muskelabbau und Knorpelschäden zu verhindern. Dabei wird das gerissene Band durch zwei starke, neue Bänder ersetzt, die somit das Gelenk wieder stabilisieren. Sollte auch ein Teil des Meniskus (eine Art Pufferscheibe zwischen den Gelenksflächen )gerissen sein so entfernen wir dieses Stück damit es nicht mehr eingeklemmt werden kann, was sonst äußerst schmerzhaft wäre.
Verzichtet man auf eine Operation verschwartet und stabilisiert sich das Gelenk manchmal auch ohne chirurgischen Eingriff.
Ältere Hunden können an einer Reihe von Problemen am Bewegungsapparat leiden. Wie auch bei älteren Menschen bauen wichtige gelenkspuffernde Knorpel teilweise ab (Arthrose) was dann zu akuten Entzündungsschüben(Arthritis) führen kann . Hier können schmerzstillende Medikamente und knorpelunterstützende Zusätze Abhilfe schaffen . Die nachfolgenden starken Muskelverspannungen, welche durch Schmerzen und Schonhaltung oft entstehen, können mit Physiotherapie und entsprechender Mitarbeit der Besitzer zu Hause ,meist erfolgreich ,behandelt werden.
Leider kommen bei älteren Hunden auch Knochentumore, welche durch eine Röntgenuntersuchung und Gewebsproben diagnostiziert werden, vor. Als Therapie kommt in manchen Fällen, nach sorgfältiger Absprache mit dem Besitzer, eine Amputation des betroffenen Beines in Frage. Diese Operation bietet Vor-und Nachteile und es ist immer wichtig das Wohl des Hundes in den Vordergrund zu stellen.. Hunde kommen jedoch generell sehr gut mit nur drei Beinen zurecht und können weiterhin ein glückliches Hundeleben führen.
Da die Ursachen einer Lahmheit so verschieden sein können und auch verschieden behandelt werden müssen, gilt: bei Problemen: ab zum Tierarzt, um die richtige Diagnose und Therapie zu erhalten!
Marley hatte zum Glück nur eine leichte Verstauchung, welche mit schmerzmindernden Medikamenten und Ruhe gut behandelt werden konnte. Eine Röntgenuntersuchung hat schlimmere Ursachen ausgeschlossen. Nach 2 Wochen konnte er wieder vollkommen Lahmheitsfrei über die Wiese toben.


ACHTUNG MÄUSEGIFT !      ÖKV warnt Einheimische und Urlauber


Wichtige INFO's zu Hundeseuche - Parvovirose

!!!  Achtung   !!!

Liebe Hundefreunde!

Uns wurde mitgeteilt, dass es im nördlichen Niederösterreich zu einigen Ansteckungsfällen mit dem Parvovirus gekommen ist. Wie die meisten wissen werden, ist das eine sehr schwere Erkrankung und auch hoch ansteckend. Sollten Sie in diesem Gebiet wohnen oder sich dort aufgehalten haben bitten wir Sie, Ihren Hund genau zu beobachten und bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung sofort einen Tierarzt zu kontaktieren. In Apotheken sind Schnelltests erhältlich, bitte beraten Sie sich aber in erster Linie mit Ihrem Tierarzt !
Bitte versuchen Sie, in den nächsten Wochen unnötige Hundekontakte und Ansammlungen zu vermeiden und besonders großen Wert auf die ordnungsgemäße Entsorgung des Hundekots zu legen um weitere Ansteckungen zu vermeiden und auch Ihren Hund bestmöglich zu schützen. Bitte geben sie diese Information an Vereinsmitglieder und Kursteilnehmer weiter ! Danke !

Ihre SVÖ Verwaltung

Hundeseuche ( Parvovirose )

 

Symptome der Parvovirose beim Hund

 

Die Hauptsymptome, die mit der Darmform einer Parvovirus-Infektion des Hundes assoziiert werden, sind unter anderem:

  • *  Schwere, blutige Diarrhöe ( Durchfall )
  • apathisches Verhalten
  • Fieber
  • *   Erbrechen, teilweise mit Blut
  • Starker Gewichtsverlust

 

Bei auftreten dieser Symptome sofort und unbedingt den Tierarzt kontaktieren !

 

Wie äußert sich die Hundeseuche (Parvovirose beim Hund)?

Die Hundeseuche (Parvovirose beim Hund) ruft nur bei etwa zehn Prozent der infizierten Hunde Symptome hervor. Die anderen Hunde zeigen keine Beschwerden, scheiden die Erreger aber über den Kot aus und bilden Antikörper gegen die Parvoviren. Dadurch sind sie innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre gut vor der Hundeseuche geschützt. Die Antikörper gehen von der Mutter über den Mutterkuchen (Plazenta) und die erste Muttermilch (Kolostrum) auch auf die Welpen über und verhindern etwa in den ersten acht bis zwölf Wochen eine Infektion mit den Erregern.

Löst die Hundeseuche Symptome aus, treten diese etwa sieben bis 14 Tage nach der Infektion auf. Der Hund wirkt abgeschlagen, verweigert das Fressen und hat hohes Fieber. Zunächst erbricht der Hund, einige Stunden später treten außerdem wässrige, zum Teil blutige Durchfälle auf. Durch die Flüssigkeitsverluste kann das Tier stark austrocknen.

Vor allem bei jungen Hunden lösen die Parvoviren in seltenen Fällen schwere Herzerkrankungen aus. Von dieser sogenannten kardialen (das Herz betreffende) Form der Parvovirose („Welpenmyokarditis“) sind vor allem drei bis zwölf Wochen alte Welpen betroffen. Sie versterben häufig, ohne vorher typische Krankheitsanzeichen zu zeigen. Erst kurz vor dem Tod kommt es zu Atemnot, Herzrhythmusstörungen und Lungenödemen. Diese schwere Verlaufsform der Parvovirose beim Hund tritt inzwischen durch die Impfung von Zuchthündinnen und die damit verbundene Grundimmunisierung der Welpen praktisch nicht mehr auf.